Die
Pipemusik
Gemeinhin
wird die schottische Dudelsackmusik mit Militär- und Marschmusik gleichgesetzt. Dies
trifft aber nur auf einen kleinen Teil dieser Musik zu.
March, Slow
Air, Piobaireachd, Reel, Strathspey,
Hornpipe, Jig.
Marches
werden gern zu den bekannten Highland Games oder Massed Bands der Pipebands
gespielt. Die wohl bekanntesten sind:
"Scotland the Brave, "Highland Laddie",
"The Green Hills of Tyrol" & "When the Battle’s O’er".
Als
Slow Air kennt man Balladen, die getragen gespielt
werden. Sie wirken melancholisch. Bekannte Lieder sind:
Der
Piobaireachd (Piebracht gesprochen) wird
ausschließlich von Solopipern gespielt. Es sind sehr alte überlieferte
Stücke, die Geschichten erzählen und mit sehr viel Feingefühl vorgetragen
werden, wie "Lament of the only Son". Sie bestehen zumeist aus einer
Grundmelodie mit geschickten Variationen. Dabei steigt im Laufe des Spielens die Schwierigkeit. Diese mitunter recht langen Lieder sind gewöhnungsbedürftig.
Der
Reel ist ein schneller Tanz. Er ist charakteristisch für
Schottland und seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Als Reel kennen wir u.a.
"The Kilt is My Delight", "Tail Toddle" & "The
Devil Among the Tailors".
Der
Strathspey war einst eine typische Fiddlemusik
und wurde später von den Pipes übernommen. Der Strathspey entstand wohl ursprünglich
in der gleichnamigen Region aus dem Slow
Reel. Erste namentliche Erwähnung 1653 als Stravetspy. Es ist das
liebliche Tal (strath) des Flusses Spey. "The Laird of Drumblair" ist
ein Beispiel eines Strathspey.
Ursprünglich galt die Bezeichnung Hornpipe einem keltischen Rohrblasinstrument und wurde erstmals 1260 erwähnt.
Der
Jig basiert auf einem Rhythmus
in Dreiertakten und bezeichnet u.a. einen
irischen Volkstanz. Neben dem Reel ist er auch heute noch die beliebteste
Tune-Art im Irish Folk. "Glasgow City Police Pipers" ist ein
Jig.
Selbstverständlich können verschiedene Musikarten auch zusammen in einem Set
gespielt werden.